Blogworm Nummer 11... leider ist auch unser Trip an die Küste schon beendet und wir sind am Montag wieder in Düsseldorf angekommen. Es war eine fantastische Reise, voller toller Momente und wir konnten uns ordentlich entspannen. Ab jetzt geht es dann vom Arbeitszimmer aus weiter.
Leider warte ich noch auf eine zweistellige Zahl an Antworten auf meine Interviewkataloge und habe damit diese Woche zum ersten Mal kein Gespräch für euch vorbereiten können. Durch die Urlaubszeit hat sich das bei meinen Gästen alles ein bisschen verschoben, allerdings möchte ich diese Lücke entsprechend selber füllen. Ich möchte euch heute einmal selber ein paar Fragen zu mir beantworten. Wer bin ich, was ist die Idee hinter Tapeworm Booking und was soll dieser ganze Blog überhaupt. Um meinen gewöhnlichen Stil weiterzuführen, bringe ich das Ganze mal in eine Interviewform. Viel Spaß!
Etwas über mich zum seichten Start!
Mein Name ist Christian, ich bin 38 Jahre alt und wohne in der Landeshauptstadt des Landes Nordrhein-Westfalens, Düsseldorf. Hier wohne ich seit mittlerweile gut 13 Jahren, geboren wurde ich allerdings im Herzen des Ruhrgebietes, genauer gesagt in Essen. Mit 18 Jahren habe ich meine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Brauerei Diebels in Issum begonnen und bin nach meinem Dienst als Kriegsdienstverweigerer und einer eineinhalbjährigen Zwischenstation im Jahr 2012 bei der Brauerei Schumacher, Düsseldorfs ältester Hausbrauerei, gelandet. Anfangs als Brauer und Mälzer Geselle, bevor ich meine Fortbildung zum Brauer und Malzmeister in Teilzeit anging. Diesen nächsten Schritt habe ich im Jahr 2018 beendet und besetze nun seit mittlerweile vier Jahren eine direkte Braumeisterstelle, immer noch hier bei der Brauerei Schumacher.
2018 habe ich ebenfalls meine geliebte Frau geheiratet und zur Zeit wohnen wir mit unserem kleinen Podenco in der Düsseldorfer Innenstadt, unweit meines Arbeitsplatzes.
Zusätzlich zu meiner Arbeit bin ich noch als Bassist bei Wasteland Haze am Start und toure mit den beiden Jungs und meiner Frau am Merch aktiv durch die Republik. In diesem Umfeld bin ich auch an die Themen Networking und Booking gelangt, welche mir viel Spaß und Freude bringen. Immer wieder neue, kreative Ideen zu haben, umzusetzen und neue Möglichkeiten zu erhaschen inspirieren mich ungemein.
Der Gedanke hinter Tapeworm Booking.
Wie gesagt machte ich in erster Linie das Booking für meine eigene Band und entwickelte dadurch ein immer weiter wachsendes Netzwerk mit anderen Bands und Gruppen. Allerdings finde ich es auch wichtig, selber etwas für die Szene zu organisieren. Am Ende denke ich, dass sich so eine kleine DIY-Szene entsprechend formt und verhält, wie sehr die eigenen Anhänger gewillt sind hineinzustecken. So begann ich nach und nach neben den Wasteland Haze Konzerten noch Gigs im Rheinland und Ruhrgebiet zu organisieren, Menschen miteinander zu vernetzen und Bands zu promoten. Allerdings fiel mir irgendwann auf, dass vieles was ich im Booking tat irgendwann auf meine eigene Band zurückgeführt und in Verbindung gebracht wurde. Aus diesem Grund gründete ich im Juni die Plattform rund um Tapeworm Booking, um so losgelöster von Wasteland Haze Konzerte und Promotions organisieren zu können.
Stand jetzt ist der Plan ca. 6-7 Konzerte pro Jahr zu organisieren. Dafür werde ich im Normalfall keine Bands fest booken, sondern immer versuchen Locations für einen Termin zu finden und dann entsprechend ein passendes Line Up zusammen suchen. Vielleicht mal eine Band auf die ich besonders viel Bock habe, gerne auch Freunde oder Bekannte von mir, immer wie ich denke, dass ich da ein gutes und interessantes Event auf die Beine stellen kann. Mir schreiben und sagen "Mach mal Gig/Tour klar." oder ähnliches macht nicht viel Sinn. Dafür gibt es andere Leute, die da einen fantastischen Job machen.
Und was soll dieser Blog und alles?
Die Idee meinen eigenen Blog zu führen und Interviews, Hintergrundstories und Gedanken an den geneigten Leser zu bringen, kam mir als ich mit meinen Jungs selber auf Tour war. Wir redeten über den Release unseres letzten Albums, welcher unterm Strich sehr gut lief, allerdings fehlte irgendwie etwas. Es gibt sehr viele Blogger für Stoner, Doom usw. allerdings im Vergleich wenige, die sich mit der deutschsprachigen Szene an sich beschäftigen. Ein Großteil der Contentcreator, Blogger und Podcaster kommt halt aus den USA und natürlich ist deren direkter Kontakt zur hiesigen Szene eher gering. Für den deutschsprachigen Bereich fallen mir aus dem Stand eigentlich aktuell nur Fuzzy Times, NRW-Doom, das Stoner Totem Magazine, German Stoner Rock und die New Wave of German Stoner ein und für eine doch sehr aktive und umfassende Szene fand ich das ein bisschen wenig und wollte da selber mit gutem Beispiel vorangehen.
Es gibt viele Leute die Konzerte und Festivals organisieren, selber aktiv in Bands spielen und so ihren eigenen Beitrag zur Szene beitragen. Das ist wichtig. Allerdings fehlten mir immer noch weitere Anlaufstellen um hier richtig die Bindung herzustellen, Events und Bands weitflächig zu promoten, vielleicht auch neue Leute zu unserer wundervollen Szene zu bringen und mit spannenden Themen einen Einstieg in die Welt des Heavy Undergrounds zu öffnen. Es fehlt, ich nenne es mal so, Sauce um die einzelnen Komponenten der Szene miteinander zu verweben und abseits der großen Veranstaltungen einen Fokus zu finden.
Die Spotifyliste zum Blog dient als kleine Anlaufstelle zur Bandvorstellung. Freitags stelle ich immer 5 Bands aus dem deutschsprachigen Raum vor und präsentiere eine kurze Vorstellungsrunde hier auf dem Blog. Die Playlist dient dabei als Möglichkeit neue Musik entdecken zu können und die Vorstellungen der Bands nochmal weiter zu unterstreichen. Dazu nutze ich den kleinen Freitagspost um auf anstehende Veranstaltungen hinzuweisen um da auch etwas Promotion für Bands und Veranstalter ins Spiel zu bringen.
Aber wieso denn jetzt gerade einen Blog?
Natürlich ist so ein Blog schon eine zusätzliche Arbeit, allerdings habe ich mir bei der Wahl des Mediums durchaus Gedanken gemacht. Instagram, Facebook und andere soziale Medien sind der einfachste Weg um schnell viele Leute zu erreichen. Allerdings ist der Anteil an Personen die sich mit diesen Inhalten auseinandersetzen verschwindend gering und selbst wenn auch nur sehr kurzlebig. Dazu sind diese Formate schon toll von anderen Leuten abgedeckt, deswegen betreibe ich Instagram und Facebook mehr so nebenbei um hier auf den Blog aufmerksam zumachen.
Ein Videoformat auf YouTube ist für mich alleine zuviel Arbeit und da machen die Fuzzy Time Jungs einfach einen wirklich fantastischen Job. Und aufgrund meines eigenen Anspruches kam ein halbherziges Videoformat für mich nicht in Frage.
Dann gab es kurz die Überlegung eines Podcasts, allerdings ist das auch eine horrende Arbeit und man bräuchte einen Partner, der die gleiche Vision und Auffassung des Ganzen teilt. Dazu ist der vernünftige Einstieg in das Video- und Podcastgame relativ hoch. Man braucht Equipment, Wissen und Zeit um das Ganze in einem vernünftigen Rahmen zu gestalten.
Deswegen kam ich irgendwann auf die Blogidee. Einen Blog kann man relativ gut zwischendurch mal schreiben, zeitlose Themen vorschreiben, vorbereiten und bei Bedarf veröffentlichen, während es vielleicht gerade keine aktuellen Themen zu besprechen gibt. Dadurch lässt sich das Arbeitspensum an so einem Blog ziemlich gut abschätzen und regeln. Dazu freut es mich immer wieder, wenn Leute meine Blogbeiträge lesen. Während auf Instagramm tausende Clicks deinen Content einfach nebenbei konsumieren und sich nicht viele Gedanken machen, ist es bei einem externen Blog ja eine bewusste Entscheidung sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Wenn hier wie im Moment ca. 600 bis 800 Leute meinen Blog besuchen und sich die Interviews und Vorstellungen durchlesen ist das eine bewusste Entscheidungen jedes Einzelnen und für mich mehr Wert als 20.000 Aufrufe meiner Instagrambeiträge.
Wie läuft so ein Interview ab und wie kann man ein Teil des Blogs werden?
Ich versuche das Ganze für meinen Gast und mich selber möglichst unkompliziert, einfach und hürdenlos zu gestalten. In der Regel kläre ich im Vorfeld eine Zusammenarbeit ab und schicke dann einen Interviewbogen mit allen Fragen die mich interssieren in Textform. Dieser wird dann in Ruhe beantwortet und an mich zurückgeschickt, ich bearbeite das Ganze dann nochmal und bringe es in die richtige Formatierung, hübsche das Interview noch mit Bildern und Videos auf und bringe es dann bei Bedarf und nach Absprache online. Ich glaube so kriege ich einen guten Mittelweg für beide Seiten hin.
Für mich ist es immer wichtig einen Mehrwert aus so einem Interview zu ziehen. Also was sind deine Gedanken, Probleme, Hoffnungen, Ängste oder wie kannst du mit deinen Lösungen und Ideen anderen weiterhelfen. Natürlich könnten wir auch Interviews führen und uns dabei die ganze Zeit gegenseitig sagen wie geil wir sind, aber bringt uns das und den Leser wirklich weiter? Ich glaube einen interessanten und tiefgründigen Kern zu präsentieren ist das A und O meiner Arbeit hier.
Natürlich können mich interessierte Bands, Veranstalter, Booker und co. gerne bei Instagram anschreiben oder mir eine Email an tapeworm@gmx.net schicken. Dann klären wir das ab und wenn es passt, dann passts :)
Warum ich keine Reviews mache.
Als aktiver Musiker finde ich es schwierig Publikationen anderer Bands vollends und umfänglich zu bewerten. Natürlich sage ich in den Bandvorstellungen immer wieder was ich toll finde oder beschreibe Sounds. Allerdings versuche ich euch damit deren Sound näher zu bringen und nicht eine wertende Aussage zu tätigen. Mit diesem Blog möchte ich mehr die Leute hinter der Musik, hinter den Veranstaltungen, hinter der Szene in den Vordergrund stellen.
Was ist noch so in der Pipeline?
Für dieses Jahr habe ich noch 2 Konzerte für Tapeworm Booking geplant. Zum einen findet am 09ten Oktober im BrauArt in Düsseldorf ein gemeinsamer Gig von Wasteland Haze und unseren Buddys von TFNRSH aus Tübingen statt, auf den ich mich schon sehr freue. Noch dazu findet Ende November das nächste Event der New Wave of German Stoner statt, bei dem wir im Druckluft in Oberhausen Kardeathian, Zen Trip und Nazca Space Fox zu Gast haben.
Für nächstes Jahr bin ich noch relativ offen, beginne langsam mit der Planung der ersten Wasteland Konzerte und habe mit Clostridium Records zusammen einen Weekender für Clam aus Frankfurt am Main in Aussicht. Noch dazu suche ich gerade noch eine Location für ein Tagesfestival in Düsseldorf.
Kann man sonst noch irgendwie helfen?
Am einfachsten ist es natürlich, den Blog fleißig online zu teilen und zu den organisierten Konzerten zu kommen. Wer darüber hinaus was machen möchte, kann gerne beim Tapeworm Merch ein schickes Shirt oder einen Pulli erstehen. Das Geld aus dem Merch wird natürlich reinvestiert, sobald ich da meine Kosten wieder drin habe!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen